Blog
Vereins Neuigkeiten

Nach unserer kleinen Sommerpause starten wir motiviert in die Herbstmonate. Unser heutiges Lebensdurst-ich-Arbeitsgruppentreffen am 04.09.2018 war sehr arbeitsintensiv und voller Ideen für die nächste Zeit. Mit an erster Stelle stehen weitere Patiententreffen, unsere Ehrenamtsakquise, Fundraising und vieles mehr. Möchtest du dich auch mit einbringen und aktiv werden? Melde dich sehr gerne bei uns – wir freuen uns auf dich!

Lebensdurst-ICH Segeltörn 2018

Den Höhepunkt des Vereinsjahres stellte auch 2018 der einwöchige Segeltörn dar, der wieder in Zusammenarbeit mit CLIPPER DJS e. V. organisiert wurde und diesmal in Rostock startete. Ein Erlebnisbericht von David Blum für Lebensdurst-ICH e. V.

Nach Bornholm geht’s diesmal nicht, eröffnet Kapitän Heino Bauer der enthusiastischen, lebensdurstigen Crew, als wir an Bord der „SS Johann Smidt“ eintreffen – der Wind steht dafür nicht günstig. Und wie alle Segelschiffe, braucht ihn auch die „Johnny“, wie sie liebevoll genannt wird, um unter Segel Fahrt aufzunehmen. Nicht, dass uns dieser klitzekleine Umstand davon abhielte, eine fantastische Woche auf See zu verbringen. Nach Kopenhagen und, wenn wir es schaffen, auf die schwedische Insel Ven soll es stattdessen gehen. Für uns ist das auch in Ordnung, denn die Ostsee ist in diesem Rekordsommer in jedem Fall einer der angenehmsten Aufenthaltsorte Europas.

Die Crew, bestehend aus über 30 Vereinsmitgliedern, Betroffenen und ehemaligen Betroffenen hat ihre Reise natürlich bereits viel früher begonnen, nämlich am Morgen des 21. Juli am Kölner Hauptbahnhof. Gepäck, Medi-Kiste und ein Rollstuhl sind per Helferkette rasch in den Zug nach Rostock verladen worden, der sich bei seinen diversen Halten stets weiter mit Vereinsmitgliedern füllte. Und so scheint die informationsreiche Begrüßungsansprache des Kapitäns an Bord der „Johann Smidt“, in der wir dazu eingeladen werden, das Schiff kennen zu lernen und uns mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut zu machen bereits wie ein erstes erreichtes Ziel.

Bald ist das Gepäck verstaut, sind die Kajüten bezogen und alle Einkäufe erledigt: Leinen los! Und als die „Johnny“ in gemütlichem Tempo aus dem Rostocker Stadthafen tuckert, kommt Stimmung auf. Die erste Nacht ankern wir außerhalb von Rostock, erst am Morgen geht es richtig los. „Anker auf“ ist natürlich ein „all Hands“ Manöver, da müssen alle an Deck. Wecken um 6:00h durch die Ankerwache der vorherigen Nacht – fürs Zähne putzen ist später noch Zeit. Da Steffi, unser Smutje natürlich längst wach ist, kriegt der frühe Vogel sogar noch einen Schluck Kaffee, eh es raus geht. Erste Runde: Bug in den Wind, damit Vor- und Gaffelsegel gesetzt werden können. Die drei Wachmannschaften wechseln sich ab jetzt in der Führung des Schiffes ab. Und während eine Wache fiert, holt, andirkt und belegt (Jargon lernt sich schnell, wenn damit körperliche Anstrengungen einher gehen), geht es für die anderen zum Frühstück.

Zwar verfügt die Johnny über drei Duschen, jedoch ist der Rumpf aus Stahl, welcher auch bei Nacht nur wenig abkühlt… Bei stattlichen 30°C macht sich die körperliche Ertüchtigung an Bord im Sommer 2018 ganz gut bemerkbar. Und nach ein paar Tagen an Bord kennen wir uns alle schon recht gut. Aber ob es das Aroma von Mensch auf engem Raum, der Duft von angebratenen Zwiebeln mit einer Spur Dieselmotor ist: die Seeluft schmeckt immer nach Abenteuer.

Als wir am 3. Tag in den Hafen von Kopenhagen einlaufen, sind alle an Deck. Wenige von uns haben die Stadt je bei so gutem Wetter erlebt – viele sehen sie zum allerersten Mal. Und natürlich winken wir den Einheimischen, Touristen und Kindern gerne zurück, die uns vom Ufer „Langelinie“ her grüßen – wir wissen schließlich: sie ist schon ein stolzer Anblick, „unsere Johnny“. Im Hafen der dänischen Hauptstadt ist das Wasser so sauber, dass man ohne Bedenken darin schwimmen kann. Das lassen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Als wir nach dem Mittagessen an Land gehen, werden unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Viele zieht es in die legendäre, nahe gelegene „Freistatt Christiania“. Kommunenleben und alternative Lebensmodelle, kombiniert mit einer

lebhaften touristischen Szene, veganes Essen der Spitzenklasse und Bier der Marke „Christiania“ sorgen für ein unvergessliches Erlebnis und eine Menge Stoff für Erzählungen.

„BOJE ÜBER BORD!“ ertönt der Ruf, als wir am folgenden Tag die Insel Ven ansteuern… Hm, heißt es im Film nicht immer „Mann über Bord“? Na klar, das ist die traditionelle Warnung. Aber sie ist diskriminierend und da geht selbst die Traditionsschifffahrt mit der Zeit: „Person über Bord“ heißt das nun – „Boje“ anstatt Person, weil es sich um eine Übung handelt. Aber für diese Überlegungen ist natürlich überhaupt keine Zeit. „Johanna ans Ruder“, befiehlt die wachhabende, angehende Steuerfrau Carina, deren Aufgabe es in diesem Moment ist, das Schiff schnellstmöglich zur gefährdeten Person (Boje) zu manövrieren, ohne sie jedoch mit dem Rumpf zu treffen. Aber auch alle anderen haben ihre bereits festgelegten Aufgaben zu erfüllen. Die meisten Crewmitglieder beobachten und zeigen der Steuerfrau kontinuierlich die Richtung des Ziels mit dem Arm an. Andere vollziehen Segelmanöver (nur, dass wir grade nicht unter Segel sind), wieder andere haben für spezielle Aufgaben parat zu stehen. Zweimal wird die Übung an diesem Morgen vollzogen, beim zweiten Mal unter dem Kommando des Steuermannsanwärters Christoph. Insgesamt kann dies ein sehr interessantes und aufregendes Manöver sein – diesmal natürlich simuliert uns der Rekordsommer optimale Rettungsbedingungen: spiegelglatte See, kaum Wind und eine Crew, die sich seit Tagen in erster Linie entspannt. Niemand muss sich also zu sehr um die arme Boje sorgen…

Als sich die Johann Smidt nach einigen Tagen wieder Warnemünde und dem Stadthafen von Rostock nähert, haben wir viele schöne Erinnerungen im Gepäck. Nicht nur an die Zeit auf See und das Gefühl von Abenteuer, sondern auch an die Orte, die wir besucht haben. An den „Shuttleservice“, bei dem die „Gummisau“ (das Schlauchboot) dazu verwendet wurde, um die Crew von Bord auf die Insel Ven zu schiffen. An den Besuch am Strand und die Kirche auf dem Hügel, von dem aus Dänemark und Schweden zu sehen sind. Oder an den Mond, der sich des Nachts auf dem Wasser spiegelt, während sich das leise Tuckern des Dieselmotors mit den Gitarrenklängen von achtern vermischt.

Beim Einlaufen in Rostock passieren wir mehrere Kreuzfahrtschiffe: riesige, schwimmende Städte, deren schmale Balkone, zu dutzenden aneinander gereiht, ein wenig an Massentierhaltung erinnern. Und anstatt Seilen und Tampen gibt es nur eine Reling aus Stahl und Glas. Anstelle von Wind und Wetter die Klimaanlage der Suite und die Bord-Kinos.

Vermutlich haben wir alle unterschiedliche Dinge auf diesem Törn gelernt oder erfahren. Doch diejenigen, die sich in diesem Moment anschauen sind sich wortlos einig: es gibt nur eine vernünftige Art zur See zu fahren.

Text: D. Blum

Liebe Lebensdurst-ich-Mitglieder, liebe Aktiven, liebe Unterstützer,

wir freuen uns riesig, dass wir es im Rahmen des Start Social Beratungsstipendiums unter die ersten 25 Bundeswahl-Projekte geschafft haben. Am 20. Juni 2018 war es soweit. Wir folgten der Einladung nach Berlin ins Bundeskanzleramt und durften Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, persönlich die Hand schütteln. Für uns eine große Ehre verbunden mit viel Anerkennung für unser ehrenamtliches Engagement. Diese Freude möchten wir gerne teilen und sagen hiermit VIELEN DANK an alle, die uns auf unserem Weg unterstützen. Auch StartSocial und unseren motivierenden Coaches, Frau Burre und Herrn Dr. Samwer, gilt hiermit nochmals unser Dank. Wir blicken zufrieden auf die intensiven Arbeitsmonate und einen feierlichen Abschluss zurück!

Voller Vorfreude fiebern wir derzeit einer ganz besonderen Einladung entgegen: am 20. Juni 2018 sind wir mit Lebensdurst-ich e.V. ins Bundeskanzleramt eingeladen. Vorausgegangen war ein viermonatiges Beratungsstipendium durch StartSocial, von dem wir in den vergangenen Wochen immer wieder in dieser Stelle berichteten. Inzwischen konnten wir die Jury ein weiteres Mal von unserer Arbeit begeistern und freuen uns sehr über die ganz besondere Ehre, Frau Dr. Angela Merkel persönlich begegnen zu dürfen. Vielen Dank!

An dieser Stelle weißen wir alle sozialen Initiativen darauf hin, sich noch bis 01.07.2018 beim 15. Startsozial-Wettbewerb zu bewerben. Unsere Erfahrung: Es lohnt sich sehr!

 

Bei der Jahresvollversammlung am Dienstag, den 5. Juni 2018, wurde Johanna Ris zur neuen ersten Vereinsvorsitzenden von Lebensdurst-ich e.V. gewählt. „Alles hät sing Zick“, wie man so schön im kölschen Dialekt sagt. Nachdem Teresa Odipo sechs Jahre lang, seit 2012 dem Amt als 1. Vereinsvorsitzenden nachgekommen ist, „wird es Zeit für frischen Wind im Vorstand“, wie sie selbst betont. Für Teresa Odipo, die sich derzeit auf ihre Promotion an der Deutschen Sporthochschule konzentriert, ist es besonders gut zu wissen, sich mit Johanna Ris auf ein Gründungsmitglied der ersten Stunde verlassen zu können. Bereits in den vergangenen Jahren der gemeinsamen Vorstandsarbeit haben sie sich sehr gut ergänzt, vieles gemeinsam gemeistert und so wird es nun Zeit, den Stuhl für Johanna Ris frei zu machen. Beide kennen sich bereits aus Studienzeiten und so hat auch Johanna Ris für das Lehramt studiert und arbeitet inzwischen als Lehrerin. Langfristig wünscht sich Teresa Odipo einen erweiterten Vorstand und dass wir es schaffen, „uns im Vorstand ersetzbar zu machen“. Nur so wird Lebensdurst-ich e.V. letztlich nachhaltig auf lange Sicht existieren. Der Anfang dafür ist nun gemacht.

Berit Winkens präsentierte als Schatzmeisterin sehr zufriedenstellend und mit großer Gewissenhaftigkeit die aktuellen Finanzentwicklungen und wurde einstimmig im Amt bestätigt. Ihre Aussage „Erst gestern hatte ich ein schönes Excel-Erlebnis!“, die sich darauf bezog, dass die Zahlen auf den Punkt stimmen, führte dabei humorvoll zur Bekräftigung, dass ihre Wiederwahl für den Verein ein großer Gewinn ist. Ihr gilt ein herzlicher Dank für die intensive Arbeit, die sie nun schon über zwei Jahre als Schatzmeisterin und Finanzexpertin ausübt. Teresa Odipo ist als zweite Vereinsvorsitzende weiterhin Mitglied des Vereinsvorstands, wurde ebenfalls, wie auch Johanna Ris, einstimmig gewählt und freut sich nun gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern auf die neuen Aufgaben im Verein und den gelungenen Wechsel. Wir bleiben lebensdurstig und danken für das entgegengebrachte Vertrauen unserer Mitglieder!

„Ich habe sie schon lange nicht mehr so strahlen gesehen!“

„Es war klasse – sehr gerne bald wieder!“

Mit diesen Rückmeldungen, rot gefärbten Wangen und voll Freude leuchtender Augen, ging es am 27. Mai nach einem 4-stündigen-Skiprogramm in der Skihalle Neuss wieder auf den Rückweg. Sieben Lebensdurst-Ich-Mitglieder bekamen dabei professionelle Skilehrer/-innen zur Verfügung gestellt, oder nutzten die Zeit für individuelle Abfahrten. Durch das positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde schnell klar: dies war der Auftakt für weitere Fahrten in den Schnee. Besten Dank an die Skihalle Neuss und das gesamte Team, für die tolle  Unterstützung unseres Vereins. Auf bald!

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit Lebensdurst-Ich e.V. in den vergangenen Wochen und Monaten sehr intensiv an aktuellen „Bausteinen“ arbeiten. Auch nach der StartSocial-Stipendiatenphase hält die Motivation an und unser Terminkalender füllt sich gut mit schönen Aktivitäten für und mit Patientinnen und Patienten, Infostand-Einladungen und Spendenaktionen. Herzlichen Dank an alle Unterstützer!

Liebe Lebensdurst-ich-Freunde!

Sehr herzlich laden wir zu unserem Nachmittag „im Schnee“ in der Skihalle in Neuss ein.

Wann?    Sonntag, 27.05.2018, 16-20 Uhr

Abfahrt?    14:30 Uhr ab Köln-Ehrenfeld mit privaten PKWs

Veranstaltungsort:  Skihalle Neuss, An der Skihalle 1, 41472 Neuss

In einem “Kleinen Skikurs für Anfänger“ verbringen wir vier Stunden mit vier Skilehrerinnen und Skilehrern in der Skihalle Neuss. 20 Plätze stehen für aktive Lebensdurst-ich-Mitglieder, Patientinnen und Patienten sowie weitere Interessierte zur Verfügung. Gut zu wissen ist, dass wir je nach Bedarf einen Ski-Bob einsetzen werden, sodass auch schwächere Patientinnen und Patienten und/oder Rollifahrer/innen mit auf die Piste kommen können.

Wir freuen uns sehr auf eure Anmeldung!

Kosten: 29,-€ pro Person inkl. Ausrüstung. Die Bezahlung erfolgt vor Ort.

Patientinnen und Patienten sind durch unseren Verein eingeladen.

Anmeldung: Bitte meldet euch bis 24.05.18 unter folgender

E-Mail-Adresse an: marvinfunke1995@gmail.com

Nachdem wir eure Anmeldung per E-Mail erhalten haben, lassen wir euch wissen, ob wir

euch noch einen Platz anbieten können und ihr erhaltet weitere finale Informationen.

Voller Freude können wir an dieser Stelle mitteilen: Wir haben die Jury und den Beirat überzeugt und sind in der Startsocial-Bundesauswahl!
Lebensdurst-Ich e. V. hat die startsocial-Kriterien erfüllt und einen deutlichen Projektfortschritt in der Beratungsphase erzielt. Damit sind wir eines der 25 Stipendiatenprojekte, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt nach Berlin eingeladen werden. Wir danken unseren Coaches, Frau Burre und Herrn Dr. Samwer, für die engagierte Unterstützung im Rahmen der Stipendienzeit und sind stolz auf unser gesamtes Team. Herzlichen Glückwunsch!! 

Der Wettbewerb IMPACTFILM findet 2018 zum zweiten Mal statt und Lebensdurst-ich e.V. ist dabei! Über StartSocial wurden die Organisatoren des Wettbewerbs auf uns aufmerksam und kurzer Hand kam es zu unserer Zusage. Wir freuen uns darauf, bald schon „unseren“ Impactfilm in’s Rennen zu schicken und sind gespannt, was wir euch zeitnah präsentieren werden. Wir sind startklar und freuen uns auf die Zusammenarbeit.